| Rundgang
des Jarrestadt-Archivs; Gebautes und Ungebautes- vom stadtplanerischen Umgang mit einer Randlage; Dieser Rundgang befasst sich einmal nicht mit der Jarrestadt wie sie uns heute bekannt ist - es gab schließlich ein" Leben davor"! An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lag südlich des geplantten Stadtparks, zwischen den beiden neuen Industriekanälen der Osterbek und der Goldbek, ein feuchtes und sumpfiges Gelände, über das die Grenze zwischen Barmbek und Winterhude verlief. Beiderseits gab es ein starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen, neue Industriebetriebe siedelten sich besonders entlang des Osterbekkanals an. Zu dieser Zeit versuchte de Stadt Hamburg verschiedene soziale und hygienische Probleme zu lösen: die rücksichtslose Sanierung der südlichen Neustadt hatte Obdachlose (darunter viele Familien) "produziert", es galt schwerkranke Bettler und Prostituierte zu behandeln und dann gab es - Folge der Cholera-Epidemie - noch ein verschärftes Hygienebewusstsein: die Arbeitskleidung bestimmter Berufsgruppen und die Kleidung Schwerkranker musste desinfiziert werden. Doch wo? Da gab es doch diese unbebautes sumpfige Gelände zwischen Osterbek- und Goldbekkanal, an der Grenze zwischen Barmbek und Winterhude.... Der
Rundgang des Jarrestadt-Archivs
befasst sich - mit einigen historischen Vor- und Rückgriffen -
hauptsächlich mit der Epoche vor der systematischen Bebauung
des Areals nach den Plänen Fritz Schumacher. Hier wird ein
Kapitel hamburgischer Sozial- und Baugeschichte deutlich, das
weniger spektakulär, dafür aber erhellend für die damalige
Auffassung von sozialer und politischer Verantwortung ist. |
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Broschüre der Geschichtswerkstatt
Jarrestadt-Archiv Zwischen Neubau und Zerstörung, die Jarrestadt 1929 bis 1945,
Hamburg Winterhude